Vom Tuten und Blasen Kapitel 7. Sexpuppen am Tisch

SONDERANGEBOT. Ficken sie Detlef Koch zum halben Preis. NEIN, warten sie. Versohlen sie Herr Koch den Arsch kostenfrei und sie erhalten eine Digitalkamera gratis dazu. Ungefähr so durfte sich Detlef fühlen. Sein Schrank war aufgebrochen und die in arbeit heran gezüchtete Cannabispflanze war weg. Kaum zu verarbeiten. Detlef ging ins Schlafzimmer und setzte sich aufs Bett. Nicht einmal ein Zettel klebte an der Schranktür, ES TUT UNS LEID oder eine ähnliche rucksichtsvolle Geste. Ohne Sicherungsseil begann sein freier Fall ins seelische Tief  und niemand war da der ihn auffing. Sein Handy klingelte im nervigen „Crank“ Sound. Er nahm ab und drückte es an sein Ohr. Hoffentlich sind die Handystahlen stark genug und töten ihn auf der Stelle. Es gibt wirklich Menschen die sind aufgrund von Handystrahlen dümmer geworden. Wenn so was funktioniert dann muss ja auch irgendwie der Tod möglich sein. „Hey, du kennst mich zwar nicht aber ich dich umso besser und ich weis wo dein Glücksbaum steht. Wir sollten uns treffen aber das wird dich eine Kleinigkeit kosten. Wie wär’s mit Morgen gegen neun auf der anderen Seite vom Staudamm. Und tu dir selbst ein Gefallen und nimm eine Tüte Salz mit. Hier ist schlecht geräumt und richtig glatt. Bis morgen.“ Aufgelegt. Im selben winterlichen Moment sorgte Otto Fusel dafür, das sich seine Tapete von ganz allein abblätterte. Ein gigantisches Poster im Schlafzimmer an die Decke genagelt zeigte Heike Scheilder im Bikini. Seitdem er damals nach der Geburt von einer dicken Krankenschwester versohlt wurde, lebt und atmet er für attraktive Frauen die mehr auf den Hüften haben als im Hirn. Zuerst wollte er in der Schule die Tina aus der 1b heiraten. Doch leider schaffte sie den Sprung in die zweite Klasse nicht. Die Pubertät konnte bei ihm auch nicht mehr schaden anrichten sodass er sich in der achten Klasse in die 104 Kilo leichte Ulrike verliebte. Sie war ein Goldberg für Otto aber irgendwann passte sie nicht mehr ins Bild beim jährlichen Klassenfoto und wurde kurzer Hans durch eine andere ersetzt. Dann kam eine ganze Weile gar nichts. Auf der Rückseite seines Abschlussfotos schrieb sein Klassenlehrer folgendes: „Mit Gehirn muss man leben, ohne kann man es auch.“ Jetzt ist er 32 und hat endlich in seinen Augen die große Liebe gefunden. Frau Scheilder war zwar wesentlich älter als er aber wo die Liebe hinfällt da bleibt sie auch liegen. Nachdem Otto im Schlafzimmer mit einigen Handbewegungen intensiv an die Decke geglotzt hat, verdiente auch er sich eine kleine Pause. Schnell rannte er vom Schlafzimmer die Treppe runter durch das Gästezimmer wo die aufblasbaren Sexpuppen ihren verschimmelten Käse am Tisch aßen und holte aus der Küche sein Akkordeon. Was machte Otto Fusel mit Akkordeon? Vielmehr dachte er es sei ein Klavier aber selbst damit wäre die Frage nicht beantwortet, egal. Den gleichen Weg rannte er wie ein kleines Kind mit gefangenem Frosch zurück, setzte sich im Wohnzimmer auf den bereit gestellten Stuhl vor dem Fenster und fing an zu  spielen. Nun könnte man sich getäuscht haben und Herr Fusel hat von Gott doch ein bisschen Begabung bekommen aber weit gefehlt. Er spielte die höchsten, schlimmsten und nervigsten Töne die je ein Lebewesen aus widrigen Beweggründen  gespielt hatte. Er vergewaltigte, misshandelte und tötete das Akkordeon um es dann wieder zum Leben zu erwecken. Was für unsere Ohren unerlaubte Folter ist, war für Heike ein Lockruf um sich in ihrem Schlafzimmer splitternackt auszuziehen und Flüssigseife für einen ganzen Monat auf ihren Körper zu verteilen. Schön wenn sich Menschen so blind verstehen

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